Das Velo soll in die Schweizer Verfassung

Von vielen Menschen wird als Verkehrsmittel das Auto vorgezogen. Es ist komfortabel und das Strassennetz ist gut ausgebaut. Doch die steigende Anzahl an Autos belastet Umwelt und Strassen. Warum also nicht auf das Velo umsteigen. Das fordert nun eine Initiative in der Schweiz.

Exif_JPEG_PICTURE

Sensibilisierung für eine einheitliche Velopolitik

Um das Velofahren attraktiver zu gestalten, leistet der Verband Pro Velo Schweiz Lobbyarbeit auf diesem Gebiet. Der Präsident von Pro Velo, Jean-Francois Steiert, kritisiert, dass der Föderalismus die systematische Förderung des Veloverkehrs verhindere. Der Verband fordert vom Bund eine einheitliche Velopolitik für die ganze Schweiz.

Das Velo soll in der Verfassung festgehalten werden

Derzeit liegt die Verantwortung für den Veloverkehr bei den Kantonen und Gemeinden. Doch der Verband Pro Velo Schweiz möchte eine Volksinitiative gründen, die die Förderung des Veloverkehrs in die Verfassung bringen soll. Städte, wie Zürich, Bern und Basel, gehen mit gutem Beispiel voran und fördern schon jetzt das Velo. Doch der Verband fordert, dass der Bund, wie schon bei den Wanderwegen, das Zepter in die Hand nehmen und die Förderung des Velos koordinieren und finanziell unterstützen soll. Ziel ist es, das Netz der Velowege flächendeckend zu erweitern und Komfort und Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer zu steigern. Velofahren soll attraktiver werden. Natürlich gibt es nicht nur Begeisterung gegenüber dieser Initiative. Doch Pro Velo versucht Hersteller, Händler sowie auch einige Sportler für ihre Sache zu gewinnen. Schliesslich hilft ein solcher Vorstoss nicht nur dem Einzelnen, sondern der ganzen Gemeinschaft.

Vision Kopenhagen

Was in Kopenhagen schon praktiziert wird, soll in der Schweiz, so der Verband, auch bald Wirklichkeit sein. Er sieht eine Möglichkeit darin, getrennte Kreuzungen für Auto- und Velofahrer anzulegen und, wie in Kopenhagen schon üblich, Schnellstrassen-ähnliche Wege für Velos, so genannte Velobahnen, zu bauen. Diese Velobahnen werden in Dänemark schon für die Hälfte der Wege genutzt. Diese Verlagerung des Verkehrs vom Auto zum Velo soll ein Ziel der Initiative sein.

Bildquelle: Jetti Kuhlemann  / pixelio.de