Velo-Reise durch Asien

Nachdem wir schon seit einigen Jahren unseren Jahresurlaub als Aktivurlaub verbringen, hatten wir in diesem Jahr eine Veloreise durch Asien geplant. Losgehen sollte es am Flughafen Zürich.
velo-reise
In einer Gruppe von fünf Freunden wollten wir uns rechtzeitig am Hauptbahnhof treffen, damit wir rechtzeitig am Flughafen sind. Natürlich hatte keiner mit den Verspätungen der SBB gerechnet, so dass ich am Bahnsteig stand und wartete und wartete und nur langsam und mit erheblichen Verspätungen meine Freunde dann endlich auftauchten. So hatten wir natürlich auch den Zug verpasst, welcher uns zum Flughafen bringen sollte. Also wieder warten, bis der Nächste kommt.
Nachdem dieser endlich ankam und wir eingestiegen waren, kam eine Durchsage, dass auch dieser nun mit einer viertelstündigen Verspätung abfahren würde. Unser Urlaub ging nicht gerade gut los, doch wir nahmen es recht gelassen.
Mit reichlich Verspätung kamen wir deshalb am Flughafen an. Wider Erwarten ging es dort jedoch recht schnell und wir konnten einchecken und unsere Rucksäcke abgeben und hatten dann noch etwas Zeit, die wir in der Lounge verbrachten.
Schon bald kam der Aufruf vom Flieger und wir konnten einsteigen. Wir hatten unseren Flug als Direktflug gebucht über „Billigflüge Schweiz“, die einmal täglich zwischen Zürich und Hongkong verkehren.
Da wir an einem Freitag flogen, war die LH 737 bis auf den letzten Platz ausgebucht. Die 12 Stunden und 10 Minuten würden so wahrscheinlich nicht langweilig werden. Wir sassen recht weit hinten und konnten so ziemlich alles sehen, was auf dem Flug so passierte. Es war jedoch nichts Spektakuläres dabei. Das Bordentertainment war sehr gut und wie immer, war das Essen geschmacklich nicht so, wie man es von zuhause gewohnt ist. Allerdings hab ich gelesen, das die Geschmacksnerven während eines Fluges beeinträchtig sind und das Essen im Flieger deshalb nicht schmeckt.

Jetzt kanns losgehen.. oder doch nicht

Endlich angekommen wollten wir so schnell wie möglich raus aus dem Flugzeug und mit dem Bus zum Terminal. Da wir jedoch weiter wollten nach Bali mussten wir auf den Anschlussflug circa 6 Stunden warten. Die Zeit vertrieben wir uns mit warten, essen, trinken und irgendwie brachten wir die Zeit herum. Endlich wurde unser Anschlussflug aufgerufen und wir konnten rein in den Flieger. Mit einer Stunde Verspätung startete diese dann auch, weil es wohl einige Probleme mit dem Gepäck gab. Da es mittlerweile mitten in der Nacht war, haben wir die 5 Stunden im Flugzeug die meiste Zeit geschlafen und kamen – relativ ausgeschlafen – am frühen nächsten Morgen endlich in Bali an.
Nachdem wir raus waren aus dem Flugzeug und unser Gepäck am Gepäckband holen wollten, gab es leider Probleme mit den Rädern von zwei meiner Freunde. Die warteten nämlich vergeblich auf diese.

Das eigentliche Velofahren

Ganz so schlimm war das nicht, denn wir wollten sowieso nicht gleich an diesem oder am nächsten Tag losradeln sondern uns erst mal an das veränderte Klima gewöhnen.
Wir fuhren erst mal zum Hotel mitten in Ubud und checkten dort ein und besahen uns unsere Zimmer, welche sehr schön waren. An der Rezeption erfuhren wir auch, dass sie uns bei der Suche nach guten Mietfahrrädern helfen könnten, falls die beiden vermissten Fahrräder nicht in absehbarer Zeit auftauchen würden.
Wir unternahmen einige Spaziergänge unter anderem zu den Reisfeldern, welche besonders sehenswert sind und besuchten auch eine Tanzvorführung und gingen natürlich im Meer baden.
Während dieser Spaziergänge besuchten wir auch die Läden für Mietfahrräder, welche uns von der Rezeption vorgeschlagen wurden und sind schon im zweiten Laden fündig geworden.
Die vermissten Fahrräder waren noch immer nicht aufgetaucht, so dass wir die ersten kleineren Touren ohne Gepäck mit den Leihfahrrädern gestartet haben.
Ubud liegt ziemlich zentral, so dass viele Sehenswürdigkeiten ohne Probleme mit dem Rad zu erreichen sind. So fuhren wir zur bekannten Elefantenhöhle, zu den Tempelanlagen in der Umgebung, durch kleine Dörfer und riesige Reisfelder. Insgesamt sind wir auf Bali rund 750 Kilometer mit dem Rad unterwegs gewesen. Das Fahren ist sehr angenehm dort mit kleineren aber auch sehr heftigen Anstiegen, die schon viel Kraft erfordern.